Heißhunger! – 5 Tipps gegen Heißhungerattacken

Heißhunger! – 5 Tipps gegen Heißhungerattacken

Heißhunger hatte vermutlich jeder schonmal. Vor allem Heißhunger auf Süßes und allgemein auf Zucker, oder auf etwas Herzhaftes. Aber wie kann man den Heißhunger bekämpfen und den ständigen Hunger?

Der Sache wollen wir jetzt mal auf den Grund gehen.

Unterzuckerung?

Einfach erklärt entsteht Heißhunger, weil wir in eine Unterzuckerungsphase reinkommen. Das heißt, es kommt zuerst zu viel isolierter Zucker/Kohlenhydrate ohne Bremsende Ballaststoffe im Körper an. Unsere Bauchspeicheldüse schüttet deswegen zu viel Insulin, das was den Zucker/Glukose zu den Zellen bringt, aus.

Also wird viel zu viel Glukose in den Zellen abgeladen, diese sind damit überfordert. Der Blutzuckerspiegel, also der Zucker der eigentlich im Blut bleiben sollte, sinkt zu stark ab. Wir kommen in diese Unterzuckerung. Deswegen meldet das Gehirn „Hallo, wir brauche mehr Zucker/Glukose“ und wir bekommen Heißhunger.

Deswegen heißt es immer iss mehr Vollkornprodukte. Also iss keine isolieren Kohlenhydrate, diese die keine Ballaststoffe mit sich bringen.

Eigentlich ganz einfach oder?

Doch warum fallen wir dennoch immer wieder so häufig in die Heißhungerphasen?

Somit irgendwie doch nicht so einfach.

Um den Heißhunger zu bekämpfen, müssen wir erstmal klären woher er eigentlich genau kommt.

Denn es muss nicht nur mit unserem Blutzuckerspiegel zusammenhängen.

Zucker-Heißhunger-zuckersucht

Weitere Gründe für Heißhunger

Heißhunger kann außerdem aus Seelischen Gründen, einer Zuckersucht oder wegen eines Darmpilzbefall entstehen.

Vielleicht kennst du es, man greift zur Schokolade, weil man in einer Stresssituation geraten ist, zur eigenen Beruhigung. Oder wenn man sich selbst belohnen will. Das sind Beispiele für Seelische Gründe.

Es kann aber auch eine Zuckersucht vorliegen, dabei hat man den Zuckerkonsum einfach nicht mehr unter Kontrolle. Dazu bin ich in diesem Artikel näher drauf eingegangen Zuckersucht – 3 Tipps, wie du die Zuckersucht bekämpfen kannst!

Was oft unterschätzt wird oder man eher nicht dran glaubt, ist ein Darmpilz. Darmpilze lieben Zucker! Und je größer der Befall ist, desto mehr wird nach Zucker verlangt. Das heißt, der Pilz will Zucker haben und überträgt es auf den Wirt, dieser bekommt Heißhunger.

Solltest du hier die Vermutung haben, dass es bei dir vorliegt, wäre es gut einen Arzt aufzusuchen und dies abchecken zulassen.

5 Tipps gegen Heißhunger

Um den Heißhunger zu bekämpfen, wären diese Tipps ein Anfang:

1. Iss komplexe Kohlenhydrate

  • Wie ich oben bereits beschrieben habe, ist es wichtig für den Blutzuckerspiegel, dass dieser nicht in dieses Tief fällt. Dafür ist es wichtig, dass keine isolierten Kohlenhydrate gegessen werden. Stattdessen sollten lieber vollwertige gegessen werden, wie Vollkornprodukten, Gemüse, Kartoffeln, Obst, Linsen, Bohnen, Erbsen, Hülsenfrüchte, Amaranth oder Buchweizen und viele weitere mehr.

2. Plane deine (Zwischen-)Mahlzeiten!

  • Hungrig und womöglich auch noch gestresst? Dann ist die Gefahr bei Süßigkeiten oder beim nächsten Bäcker zuzugreifen extrem groß. Anders ausgedrückt: Wer seine Mahlzeiten plant, erhöht damit die Qualität seines Essens und schützt sich gleichzeitig vor Heißhunger! Gerade wer viel unterwegs ist weiß, dass es oft nicht klappt mit dem regelmäßigen Essen. Dann lautet die Devise, gute Snacks mitnehmen. Gute Zwischenmahlzeiten oder Snacks sind: Obst, Äpfel oder Birnen, am besten mit einer Handvoll Nüsse oder Mandeln. Auch Paprika oder Gurke mit einem gekochten Ei sind Beispiele hochwertige Snacks, die dem Blutzuckerkarussell keine Chance geben.

3. Genug und warm trinken

  • Auch die tägliche Trinkmenge beeinflusst, wie stark dein persönliches Mittagstief ausfällt. Dein Gehirn benötigt genügend Flüssigkeit, um gut arbeiten zu können. Ein Richtwert ist ca. 30 ml pro kg Körpergewicht – so viel solltest du über den Tag verteilt trinken – am besten Stilles Wasser. Beim Zuckerentzug hilft es ungemein, genügend zu trinken und zwar lauwarmes Wasser (oder Kräuter-/Früchtetee). Das hemmt den Appetit!

4. Versteckter Zucker

  • Hast du aus Versehen vielleicht doch versteckten Zucker zu dir genommen? Achte immer darauf, ob nicht doch verstecke isolierte Zucker in deinen Nahrungsmitteln stecken. Schaue deswegen immer auf die Inhaltsstoffe und kontrolliere diese noch einmal.

5. Leichte, überschaubare Kost zum Mittag

  • Um ein Mittagstief zu vermeiden solltest du eher zu etwas leichten, wie Gemüse und Salate, aber auch in Kombination mit Eiweißreichem wie Hülsenfrüchte, Fisch, Fleisch, Eier oder Nüsse greifen. Denn die Verdauung kostet Energie – nach einer Mahlzeit wird der Verdauungstrakt stärker durchblutet. Der Körper hat dann mehr zu tun und man wird müde. So greift man schneller wieder zu etwas Süßem. Um es dem Körper leichter zu machen sollte man ausreichend kauen.

Weitere Tipps findest du auf meinem Instagram-Kanal oder komm in meine Facebook-Gruppe für Fragen und einen Austausch.

Deine Ranjana

PS: Möchtest du etwas über Zuckerentzug und Was hilft wirklich gegen die Zuckersucht wissen. Dann schau in diesem Artikel vorbei.

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